Marie besucht das Grab ihrer
Großmutter. Doch dort liegt mehr begraben als die streitbare Apollonia:
Liebe, Hass, Armut, Krieg und der wilde Westerwald. Je mehr Marie in die
Welt ihrer Großmutter eintaucht, umso deutlicher kehrt auch die
Erinnerung an ihre eigene Jugend zurück. Mit unbändiger Fabulierlust,
kraftvoll und atmosphärisch dicht erzählt Annegret Held die Geschichte
ihrer Großmutter, die zugleich auch die Geschichte eines ganzen Dorfs im
vergangenen Jahrhundert ist.Annegret Held, geboren 1962 im
Westerwald, arbeitete u.a. als Polizistin, Altenpflegerin und
Luftsicherheitsassistentin - und ist erfolgreiche Autorin. Sie bekam den
Berliner Kunstpreis der Akademie, den Glaser-Förderpreis und ist
PEN-Mitglied. Ihre beiden Westerwald-Romane Apollonia und Armut ist ein
brennend Hemd wurden von der Presse hochgelobt. Annegret Held lebt im
Westerwald.
April, April,
der macht, was er will! Ostern und Scherze, erste Frühlingsfreuden und
»aprillelig« launische Menschen: Der Wandelmonat hat ganz schön viel zu
bieten: »Sprühregen! Jetzt der Himmel blau,/Und jetzt von Wolken
überzogen,/Nun lachend über allem Grau/Im Wunderschein der Regenbogen.«
(Martin Greif)
Fernweh und Heimweh zugleich - die Geschichte zweier Bankräuber, die
1933 aus Wuppertal nach Indien fliehen wollten, der Liebe wegen aber
nur bis Basel kamen. Zwei arbeitslose Burschen, Kurt Sandweg und
Waldemar Velte, suchten im Winter 1933 den Seeweg von Wuppertal nach
Indien. Um sich das Reisegeld zu beschaffen, überfielen sie eine Bank,
wobei sie versehentlich den Filialleiter erschossen. Auf der Flucht vor
ihren Verfolgern kamen sie nicht sehr weit: In Basel verliebte Kurt
Sandweg sich in die Schallplatten-Verkäuferin Dorly Schupp. Tag für Tag
kauften er und sein Freund eine Tango-Platte, bis das Geld aufgebraucht
war und der nächste Banküberfall nötig wurde. Abend für Abend gingen die
drei am Rhein spazieren. Mit von der Partie war die junge
Sportartikelverkäuferin Marie Stifter, die dreißig Jahre später die
Großmutter des Erzählers wurde und die sich entscheiden musste zwischen
einem Bankräuber und ihrem Verlobten. Platz 6 der SWR-Bestenliste im März 2002
Alex Capus, 1961 in der Normandie geboren, lebt in Olten, Schweiz. Er
wurde u.a. mit dem Solothurner Kunstpreis 2020 ausgezeichnet. Zuletzt
erschien >Der König von Olten<.
Das perfekte Geschenkbuch für die schönste
Zeit des Jahres - mit Texten von Judith Hermann, Felicitas Hoppe,
Christoph Ransmayr und vielen anderen. Endlich Frühling! »Es ist
Zeit sich zu freuen / an atmenden Farben / zu trauen dem blühenden
Wunder«, schreibt Rose Ausländer über den Frühling. Und so ist es ja
auch, jedes Jahr aufs Neue: Die Welt wird endlich wieder bunter und
wärmer. Und nicht nur in der Natur wächst es und keimt - auch unsere
Herzen öffnen sich, so vieles scheint plötzlich möglich. Oder wie Peter
Kurzeck schreibt: »Das Leben ruft. Hell liegt die Erde vor uns. Warum
können nicht alle Tage so sein?«
Selten ist gut
beraten, wer seine Winterkleidung zu früh wegpackt. Zugleich versprechen
März-Gedichte schon den Frühling, überbringen seinen sanften, oft noch
mit dichten Schneefällen und Kälteeinbrüchen kämpfenden Gruß. Doch der
»besagte Lenz« wird kommen! »Ich kann sie kaum erwarten, / Die
erste Blum im Garten, / Die erste Blüt am Baum. / Sie grüßen meine
Lieder, / Und kommt der Winter wieder, / Sing ich noch jenen Traum.«
(Goethe)
London im
Frühling: Während der isländische Vulkan Eyjafjallajökull Aschewolken
ausstößt und der Flugverkehr über ganz Europa zum Erliegen kommt,
flaniert die Erzählerin mit wachem Blick durch die Straßen. Über ihr ein
strahlend blauer Himmel, der den Vulkanausbruch als ferne Bedrohung
unwirklich erscheinen lässt. London ist wieder zu einer Insel geworden,
auf der nicht nur die Protagonistin strandet, sondern auch der junge
obdachlose Zeitungsverkäufer, den sie eines Tages auf der London Bridge
kennenlernt. Auf abenteuerlichen Wegen hat Jonathan sich von der
Südküste hierher geflüchtet. Er ist ein begeisterter
Geschichtenerzähler, und schon bald entsteht zwischen den beiden Fremden
eine eigenartige Vertrautheit. "Kaum je hat Gertrud Leutenegger so
sinnlich-farbenfroh erzählt wie in diesem Londoner Frühlingsrausch mit
dem blauen Schaum der Glockenblumen unweit der pulsierenden Weltstadt."
Charles Linsmayer, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag Gertrud
Leutenegger, geboren 1948 in Schwyz, veröffentlicht seit 1975 Romane,
Essays, Gedichte und Theaterstücke; ein Werk, für das sie vielfach
ausgezeichnet wurde. Sie lebte viele Jahre in der italienischen Schweiz,
heute wohnt sie in Zürich.
Alle warten auf den Frühling. Wenn die kalten, grauen Tage des Winters
vergehen und sich die ersten Blumen und Blätter in der Natur zeigen,
treibt es auch die Eichhörnchen Matz, Fratz und Lisettchen nach draußen.
Das Abenteuer beginnt, als sie einen schwimmenden Baumstamm entdecken.
Auf diesem kann man wunderbar eine Floßfahrt machen. Eine fröhliche Frühlingsgeschichte des japanischen Meisters der Kinderbuchillustration Kazuo Iwamura. Rose Pflock hat die Geschichte in vergnügliche Reime gesetzt.
Kazuo Iwamura, geboren 1939 in Tokio, ist einer der bekanntesten
japanischen Bilderbuchkünstler. Sein Werk wurde mehrfach ausgezeichnet.
Kazuo Iwamura lebt in Tochigi, Japan. Dort befindet sich auch sein
Museum für Bilderbuchillustration. Es steht auf einem Hügel namens
Ehon-no-Oka. Das heißt auf Japanisch Bilderbuchhügel.
Wien, 1912. Nach einer Kindheit in Armut hat Marie Haidinger es
geschafft. Seit wenigen Monaten ist sie Kindermädchen in der
Sternwartestraße 71 - dem Haushalt des berühmten Dichters Arthur
Schnitzler im gediegenen Cottage-Viertel. Als sie für ihren
Dienstherren in der nahe gelegenen Buchhandlung auf der Währinger Straße
ein Buch abholt, lernt sie eine völlig neue Welt kennen: Die Welt der
Bücher. Und Oskar, den ebenso charmanten wie mittellosen Buchhändler,
der ihr schon bald Avancen macht. Aber meint Oskar es auch ernst mit
ihr? Wie brüchig das Glück sein kann, wird Marie klar, als Sophie, das
Dienstmädchen der Schnitzlers, nach einer Abtreibung fast stirbt. Und
als sie zufällig mithört, dass der Hausherr ihren Oskar spät abends im feinen »Sacher« gesehen hat - in Begleitung einer überaus hübschen jungen Dame ... Vor dem Hintergrund der Werke Arthur Schnitzlers und genau
recherchierter Ereignisse lässt Petra Hartlieb das Wien des großen
Dichters wiederauferstehen - vom Dienstbotentrakt bis in die glamourösen
Salons der freigeistigen Intellektuellen der Zeit. Petra
Hartlieb wurde 1967 in München geboren und ist in Oberösterreich
aufgewachsen. Sie studierte Psychologie und Geschichte und arbeitete
danach als Pressereferentin und Literaturkritikerin in Wien und Hamburg.
2004 übernahm sie eine Wiener Traditionsbuchhandlung im Stadtteil
Währing, heute »Hartliebs Bücher«. Davon erzählt ihr 2014 bei DuMont
erschienenes Buch >Meine wundervolle Buchhandlung<. In >Wenn es
Frühling wird in Wien<, >Sommer in Wien< und >Herbst in
Wien< spielt ebendiese Buchhandung